Informationen

Blindenware

Als Blindenware verkauft werden darf:

– Überwiegend handgefertigte Bürsten und Besen aller Art

– Korbflechtwaren sowie Rahmen- und Stuhlflechtarbeiten

– Doppel-, Rippen-, Gitter- und Gliedermatten

– mit Rahmen, Handwebstühlen oder einfachen mechanischen Webstühlen hergestellte Webwaren

– Strick-, Knüpf- und Häkelwaren und durch Handstickmaschinen hergestellte Waren

– Kunstgewerbliche Töpfer- und Keramikwaren

– Federwäscheklammern

– Arbeitsschürzen aus Segeltuch, Drillich, Gummi und Kunststoff

Diese Artikel müssen in hren wesentlichen Arbeiten von Blinden und Sehbehinderten gefertigt und mit dem Blindenwarenzeichen sowie der Aufschrift der anerkannten Blindenwerkstatt gekennzeichnet sein.

Als Zusatzware – nicht von Blinden und Sehbehinderten hergestellt – dürfen vertrieben werden:

Korb- und Seilerwaren, Pinsel und Matten sowie einfache Reinigungsgeräte, wenn sie zusammen mit Blindenwaren verkauft werden.

Alle anderen Waren, z. B. Seife und Kosmetikartikel, dürfen nicht als Blindenware oder Zusatzware angeboten und vertrieben werden.

Wer auf öffentlichen Straßen und Plätzen oder von Haus zu Haus Blindenwaren und Zusatzwaren anbietet, muss einen amtlichen Blindenwarenvertriebsausweis bei sich führen.

 

Der Begriff “hochgradig sehbehindert”

Als 1990 der Zusammenschluss beider deutscher Staaten erfolgte, kam es auch zurVereinigung der Verbände des Deutschen Blindenverbandes der Bundesrepublik Deutschland und des Blinden- und Sehschwachen-Verbandes der DDR. Im Verband der DDR konnte auch Mitglied werden, wer ein Augenleiden hatte, welches noch einen Sehrest erlaubte. Man nannte diese Personengruppe “Die Sehschwachen”. Schnell zeigte sich, dass die Sehschwachen irgendwie abseits standen. Auf Bundes- und Landesebene wurden die Satzungen geändert und nun sind die Sehschwachen gleichwertige Mitglieder. Einige gesetze sind noch nicht umgeschrieben, deshalb wird oft nur von Blindenverband oder von Blindenarbeit gesprochen.

 

Natur und Handarbeit

– Natürliche Stoffe als Ausdruck von Lebensfreude und Persönlichkeit

– Natürliche Wäsche, die Erde, Luft und Wasser respektiert

– Natürliche Textilien, damit der Mensch sich wohlfühlt in seiner Haut

Unsere Stoffe sind aus hautfreundlicher, hochwertiger Naturfaser – Baumwolle. Dieser Stoff ist luftdurchlässig, fühlt sich angenehm an, lässt die Haut atmen und kann viel Feuchtigkeit aufnehmen. Das alles ist eine gute Grundlage, um sich in “seiner Haut” wohl zu fühlen.

Das Gewebe kommt ausschließlich aus einer deutschen Blindenweberei – in hoher Qualität, die auch bei häufigem Waschen lange erhalten bleibt.

Auf chemische Ausrüstung der Gewebe verzichten wir bei den naturbelassenen Baumwollartikeln vollständig.

 

Microfaser

Als Maßstab für eine Microfaser gilt der feinste natürliche Faden, nämlich der Seidenfaden. Der feinste Seidenfaden entspricht 1 dtex. Dieses Maß sagt aus, dass 1 Gramm eines Fadens 10.000 Meter lang ist. Der Industrie gelang es, mit der Microfaser diese Feinheit zu übertreffen.

Üblicherweise wird Microfaser aus Polyester, Polyamid oder Polyacryl hergestellt und ist eine Chemiefaser – die Feinheit liegt zwischen 0,2 bis ca. 1,0 dtex.

Microfaser kann doppelt so fein sein wie Seide, dreimal feiner als Baumwolle, etwa sechsmal feiner als Wolle und sechzigmal feiner als ein menschliches Haar.

Ungefähr drei Kilogramm eines solchen Fadens würden ausreichen, um die Welt am Äquator zu umwickeln.

Was macht nun die Leistungsfähigkeit der Microfasertücher im Vergleich zu herkömmlichen Reinigungstüchern aus?

Der Einsatz von Microfaser bedeutet bei gleichem Gewicht eine wesentliche Volumenerhöhung. Die keilförmigen Querschnitte einer Microfaser, die zum großen Teil aus einer Kombination von Polyester und Polyamid bestehen, bilden eine weitaus größere Angriffsfläche als die üblicherweise in Tüchern verwendeten Fasern.

Aus Microfaser hergestellte Produkte haben eine sehr hohe Dichte von Fasern. Die Wasseraufnahme wird durch die wesentlich höhere Anzahl von Luftkammern und kleinsten Poren begünstigt, der so genannte Kapillareffekt ist für die Waseraufnahmefähigkeit verantwortlich, da die Microfaser selbst kein Wasser aufnehmen kann.

Ein weiterer Vorteil dieser Fasern ist die positive elektrische Ladung. Da Schmutz negativ geladen ist, das Microfasertuch jedoch positiv, wird der Schmutz wie ein Magnet angezogen.

Bei Microfaser-Aktiv-Tüchern benötigen Sie kein zusätzliches Reinigungsmittel. Die Tücher müssen nur angefeuchtet werden und schon entfalten sie ihre volle Wirkung. Sie eignen sich für glatte Flächen, Kunststoff, poliertes Holz und sogar für Leder und glatte Stoffe.

Sie entfernen jeden Schmutz, sogar Fett und Nikotin, reinigen Autoscheiben; Bestecke aus Chrom, Messing und Silber erstrahlen in neuem Glanz. In der Küche kommt das Tuch beim Reinigung von beschichteten und unbeschichteten Töpfen, Pfannen, Backblechen und Küchengeräten zum Einsatz.